|
Foto: Yomango.net
Umsonst demonstriert. Zwischen
Politik und Performance
|
 |
Die Idee stammt aus
Barcelona. Dort »befreiten« Mitglieder der
Yomango-Bewegung in einer öffentlichen Performance ein
Kleidungsstück aus einem Geschäft, stellten es in einem
Museum aus und verkauften es in einem anderen Geschäft
unter dem eigenen Yomango-Label. Bei »Yomango Dinners«
werden demonstrativ geklaute Lebensmittel serviert und mit
einem »Yomango Tango« entwendeten tanzende Paare, anlässlich
des Jahrestages des Aufstands in Argentinien, Sektflaschen
aus einem Supermarkt und ließen die Korken in einer Bank
knallen, die für die Wirtschaftskrise Argentiniens
mitverantwortlich gemacht wurde. Diebstahl als politische
Demonstration, Klauen als livestyle - inzwischen hat sich
die Bewegung weltweit ausgebreitet. In Deutschland
firmiert sie unter Labels wie »Hamburg umsonst«. Wir
wollen wissen, was sich dahinter verbirgt.
Hörprobe
(1,5MB)
|